Integration über Körper, Emotion und kreativen Prozess
Somatische Traumatherapie in Freiburg und online
Was ist ein Trauma — und was ist es nicht?
Ein Trauma ist nicht das Ereignis selbst, sondern die Spur, die es in Ihnen hinterlässt: im Nervensystem, im Körper, im Selbsterleben. Der Arzt und Traumaforscher Gabor Maté formuliert es so: Trauma ist nicht, was Ihnen passiert ist — Trauma ist das, was infolgedessen in Ihnen geschieht. Genau dort setzt somatische Traumatherapie an: an der inneren Spur, nicht an der immer neuen Erzählung des Geschehens.
Wie verbreitet sind die Folgen früher Belastungen?
Die ACE-Studie mit über 17.000 Teilnehmenden — eine der größten Untersuchungen ihrer Art — belegte einen dosisabhängigen Zusammenhang zwischen belastenden Kindheitserfahrungen und der körperlichen wie seelischen Gesundheit im Erwachsenenalter (Felitti et al. 1998, American Journal of Preventive Medicine). Frühe Belastung ist kein Randphänomen, sondern betrifft einen erheblichen Teil der Bevölkerung — und sie ist veränderbar.
Warum speichert der Körper belastende Erfahrungen?
Die Traumaforschung z.B. von Bessel van der Kolk (Der Körper vergisst nicht / The Body Keeps the Score) zeigt: Belastende Erfahrungen bleiben nicht als geordnete Erinnerung, sondern als körperlicher Zustand gespeichert — Schutzspannung, veränderte Atmung, ein Nervensystem im Daueralarm. Bildgebende Studien fanden zudem, dass bei traumatischen Erinnerungen das Sprachzentrum (Broca-Areal) messbar herunterreguliert wird (Rauch, van der Kolk et al. 1996).
Das erklärt eine Erfahrung, die viele Betroffene kennen — für das Schlimmste fehlen buchstäblich die Worte. Deshalb greifen rein sprachliche Ansätze bei Trauma oft zu kurz: nicht weil das Gespräch wertlos wäre, sondern weil der Zugang zum Erlebten teilweise jenseits der Sprache liegt
Trauma ist nicht ein Ereignis, dass Ihnen passiert, sondern das, was in Ihnen passiert als Ergebnis davon.
Gabor Maté
Wenn Belastung weitergegeben wird: transgenerationales Trauma
Unverarbeitete Belastungen können über Generationen weiterwirken — in Bindungsmustern, Rollenumkehr und übernommener Verantwortung, und nach Befunden der Epigenetik-Forschung (u. a. Rachel Yehuda, Mount Sinai) sogar in biologischen Stressreaktionen der Nachkommen. Wenn Sie spüren, dass Sie etwas tragen, das älter ist als Ihre eigene Geschichte, ist das kein Einbilden — es ist ein erforschtes Phänomen, mit dem sich arbeiten lässt.
Der Weg der Integration: drei Phasen
Seit Judith Hermans Standardwerk Trauma and Recovery gilt in der Traumatherapie ein Dreischritt: erst Sicherheit und Stabilität aufbauen, dann das Erlebte dosiert integrieren, schließlich die Wiederanbindung an das eigene Leben. An diesem Phasenmodell orientiert sich auch meine Arbeit — nichts geschieht vor der Sicherheit, und Sie bestimmen das Tempo.
Körperorientierte Traumatherapie: Integration in kleinen, dosierten Schritten
Körperorientierte Verfahren arbeiten in kleinen Dosen: Spannung darf sich in verkraftbaren Wellen zeigen und wieder abklingen, gehalten von Ressourcen und Körperwahrnehmung — ein Prinzip, das Peter Levine als Titration beschreibt. Die erste randomisierte Studie zu Somatic Experiencing zeigte deutliche Symptomrückgänge bei PTBS (Brom et al. 2017, Journal of Traumatic Stress). Ziel ist nie das Wiedererleben, sondern Sicherheit im eigenen Körper. Dem füge ich mit meinen besonderen Methoden auch noch das Wohlbefinden im eigenen Körper hinzu.
Kunst und Atem als Wege der Trauma-Integration
Mein Angebot verbindet zwei non-verbale Zugänge: Im kreativen Prozess bekommt das Erlebte Form und Abstand, ohne erzählt werden zu müssen. Wir nutzen den schöpferischen Prozess, um innere Konflikte zu verstehen und Selbstwirksamkeit zu aktivieren. Bilder werden wertfrei betrachtet, um neue Perspektiven für eine bewusste Lebensgestaltung zu entwickeln. Kontrollierte Studien und eine aktuelle Meta-Analyse zeigen Rückgänge von Traumasymptomen unter Kunsttherapie (Schouten et al. 2015; Maddox et al. 2024). hier weiterlesen.
Der Atem dient als Anker im Hier und Jetzt. Durch gezielte Atemtechniken lösen wir körperlich gespeicherte Spannungen und fördern eine neue Lebendigkeit. Ob zur Optimierung des Alltagsatems oder zur tiefen emotionalen Entlastung und Lösen von Erinnerungen aus dem Körper– Sie erfahren eine Klarheit und Präsenz, die den logischen Verstand weit überschreitet.Viele Klienten berichten, wie dies die Abkürzung ihres Heilungsweges war.
Empfohlene Dauer - Warum 10–15 Sitzungen?
Mein Angebot verbindet das Beste aus drei Welten: Während die Atemarbeit Emotionen freisetzt, die auch integretiert werden, bietet die Kunsttherapie das Medium, diese visuell zu verarbeiten und so greifbar zu machen. Yoga fördert einen Zustand der Balance und Wohlbefinden im eigenen Körper. Diese Kombination ist hocheffizient: Oft reichen 10 bis 15 Sitzungen aus, um tiefgreifende Resultate zu erzielen, die mit rein kognitiven Methoden oft Jahre dauern. Ich selbst habe in Seminaren früh traumatisierte Menschen erlebt, die nach einer Woche intensiven Sessions ein anderer Mensch geworden sind. Zu dieser schnellen Heilung haben vor allem die Methoden und das Gruppensetting beigetragen. Auch körperbasierte Praxis ist erforscht: In einer randomisierten Studie von van der Kolks Arbeitsgruppe erfüllten nach zehn Wochen traumasensiblen Yogas 52 % der Teilnehmerinnen die PTBS-Kriterien nicht mehr (van der Kolk et al. 2014). Hier geht es zu meinen Yogakursen und hier zum Gruppenprogramm.
Ein geschützter Rahmen für Ihren Prozess
Trauma-Arbeit braucht Behutsamkeit und Optimismus und Tiefe. Sie bestimmen Tempo und Grenzen; ein Nein ist jederzeit willkommen, und nichts muss erzählt werden, was nicht erzählt werden will. Jede Sitzung ist vertraulich, in Freiburg wie online. Diese Arbeit ergänzt eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung und ersetzt sie nicht — auf Wunsch stimme ich mich mit Ihren Behandlern ab. Die Grenzen stehen transparent im therapeutischen Rahmen.
Ablauf, Dauer und Honorar Traumatherapie Freiburg und online
Wir beginnen mit einem kostenlosen Erstgespräch und klären gemeinsam, ob dieser Weg für Sie passt. Eine Sitzung (60 Min.) kostet 129 € in Freiburg bzw. 109 € online; 90 Minuten mit kreativer Arbeit 165 € bzw. 145 €. Die seltene Kombination aus Kunst- und Atemtherapie eignet sich als Kurzzeittherapie: Ein Rahmen von etwa zehn Wochen ist realistisch — abhängig davon, wie viele Sitzungen pro Woche wir vereinbaren und von Ihrer Hintergrundgeschichte. Auch die zitierten Studien arbeiten mit strukturierten Programmen dieser Länge.
Anteilige Kostenübernahme durch einige Krankenkassen wie Securvita und TK möglich. Soziales Honorar nach Absprache.
Ob Sie in Freiburg im Breisgau leben oder am anderen Ende der Welt:
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Angebote körperzentrierte, ganzheitliche Traumatherapie
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Prozessorientierte Kunsttherapie
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Psychosomatische Atemtherapie
Lösung von Angst, Blockaden, unbewussten Mustern, Integration
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sanfte Praxis für Stabilität, Flexibilität und eine innere Verbindung zu dir selbst
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FAQ
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Eva Makkos bietet Traumatherapie in Freiburg im Breisgau and und online, für die, die weiter weg sind. Die Entfernung soll kein Hindernis für den Heilungsweg sein.
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Jede Therapie ist vertraulich. Der sichere, vertrauliche Raum wird gehalten, egal ob in Person oder über zoom.
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Traumatherapie arbeitet mit visuellen, psychologischen und körperlichen Methoden. Die Wahl der Methoden hängt von der Phase der Traumaerarbeitung ab. Körperzentrierte, kreative und resourcenstärkende Methoden sind wirkungsvoll, um Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
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Manche Krankenkassen übernehmen Kunsttherapie, anthroposophische Maltherapie mit Verordnung vom Arzt. Auch meine traumasensiblen Yogakurse lassen sich also Präventionskurs zu ca. 80% erstatten bei regelmäßiger Teilnahme.