Der Proberaum für neue Handlungsmöglichkeiten - für Jugendliche und Erwachsene
Kunsttherapie, Maltherapie in Freiburg, Basel und online
Kunsttherapie ist eine kreative Therapieform, die es ermöglicht, Emotionen und Gedanken durch künstlerischen Ausdruck zu erkunden. Sie dient dazu, Stress abzubauen, emotionale Klarheit zu gewinnen und persönliches Wachstum zu fördern. Künstlerisches Talent ist nicht erforderlich — es geht um die Erfahrung des kreativen Prozesses, nicht um das Erschaffen eines Kunstwerks.
Was ist prozessorientierte Kunsttherapie?
Prozessorientiert heißt: Im Mittelpunkt steht nicht das fertige Werk, sondern der Weg dorthin — was sich beim Gestalten zeigt, bewegt und wandelt. Sie arbeiten mit Papier, Farben oder Collage; ich begleite den Prozess wertfrei, ohne zu deuten oder zu bewerten. So wird das Bild zu einem Dritten zwischen uns, an dem sich Inneres gefahrlos betrachten lässt.
Anders als in rein sprachlichen Verfahren müssen Sie nicht erst die richtigen Worte finden. Das Material nimmt auf, was noch keine Sprache hat: eine Farbe, eine Linie, eine Form. Im gemeinsamen Betrachten entsteht Abstand — und aus Abstand werden neue Perspektiven, die sich direkt auf dem Papier erproben lassen, bevor Sie sie im Leben wagen.
Der kreative Prozess hilft, innere Konflikte zu verstehen und zu verarbeiten und Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Bilder werden wertfrei betrachtet, und es können neue Perspektiven entwickelt und erprobt werden. Der künstlerische Prozess ist ein Weg zum Selbstausdruck auf geduldigem Papier oder anderen Materialien — ein Proberaum für neue Handlungsmöglichkeiten und selbstverantwortliche, bewusste Lebensgestaltung.
Therapie-müde? Wenn Sie alles verstanden haben — und sich trotzdem nichts ändert
Viele Menschen kommen zu mir, nachdem sie schon viel probiert haben. Sie wissen kognitiv genau, wo ihr Problem liegt — doch das Reden darüber ändert nichts daran, dass sie sich im Kreis drehen. Dieses Phänomen heißt Therapie-Müdigkeit. Prozessorientierte Kunsttherapie öffnet hier einen anderen Weg: über das Tun statt über das immer gleiche Gespräch.
Im Gestalten werden innere Konflikte, Ambivalenzen und alte Überlebensstrategien nach außen gebracht — sichtbar auf dem Papier und dadurch formbar. Das Arbeiten mit dem Material holt sie in die Gegenwart, ohne dass das Belastende noch einmal erzählt werden muss. Für Menschen, die vom Reden müde geworden sind, ist das oft die entscheidende Wende: Sie erleben Veränderung, statt sie nur zu verstehen.
Vom Chaos zur Form: Wie Selbstwirksamkeit im Gehirn entsteht
Wenn Sie lernen, auf dem Papier aus Chaos eine Form zu gestalten oder einen zerstörerischen Impuls in etwas Neues zu verwandeln, speichert Ihr Gehirn diese Erfahrung von Autonomie. Genau diese wiederholte Selbstwirksamkeits-Erfahrung ist der Mechanismus, über den non-verbale Integration eine Brücke baut — heraus aus alten Lebensmustern, hinein in neu entdeckte Lebensfreude.
Im Kleinen üben Sie, was im Großen fehlt: Gestaltungsmacht. Ein Blatt lässt sich übermalen, zerreißen, neu zusammensetzen — nichts davon ist endgültig. Diese Erfahrung, dass Sie Wirkung haben und Fehler tragbar sind, überträgt sich mit der Zeit auf das Leben außerhalb des Ateliers. Aus Selbstausdruck wird selbstverantwortliche, bewusste Lebensgestaltung.
Neuroästhetik: Wie Form, Farbe und Rhythmus das Nervensystem regulieren
Die Neuroästhetik — ein junges Feld der Hirnforschung — untersucht, wie ästhetisches Erleben im Gehirn entsteht. Anjan Chatterjee und Oshin Vartanian beschreiben dafür einen „ästhetischen Dreiklang“: das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung, von Emotion und Bewertung sowie von Bedeutung. Gestalten spricht also nicht nur den Kopf an, sondern körpernahe, emotionale und belohnende Netzwerke zugleich.
Bildgebende Studien zeigen, dass künstlerische Reize Hirnregionen für Empathie und Körperwahrnehmung aktivieren — darunter die Inselrinde — sowie das Belohnungssystem und das Ruhezustandsnetzwerk (Default Mode Network), das für inneres Nachspüren zuständig ist (Chatterjee & Vartanian). Deshalb ist Kunsttherapie eine körpernahe Intervention und keine Beschäftigungstherapie: Das Gestalten verschafft ein tiefes, zunächst unbewusstes Wohlgefallen, aus dem heraus bewusste, heilsame Gefühle entstehen können — eine Linie, die schon die klassische James-Lange-Theorie der Emotionen andeutete.
Was Studien zeigen: messbar weniger Stress — ganz ohne Vorerfahrung
Eine Studie der Drexel University maß den Cortisolspiegel von 39 Erwachsenen vor und nach 45 Minuten freien Gestaltens. Bei drei von vier Teilnehmenden sank das Stresshormon deutlich — und zwar unabhängig davon, ob sie je künstlerisch tätig gewesen waren (Kaimal, Ray & Muniz 2016). Der beruhigende Effekt entsteht im Tun selbst, nicht im Können.
Dieser Befund ist der wissenschaftliche Kern eines Satzes, den ich oft sage: Sie brauchen kein Talent. Schon Material, Zeit und ein geschützter Rahmen genügen, damit das Nervensystem herunterfährt. Genau auf dieser Regulation baut die weitere therapeutische Arbeit auf — erst Sicherheit im Körper, dann Tiefe.
Wie wirksam ist Kunsttherapie bei Angst und Depression?
Eine aktuelle Meta-Analyse von zwölf randomisierten kontrollierten Studien mit 741 Erwachsenen fand, dass visuelle Kunsttherapie depressive Symptome und Ängste deutlich verringert (mittlere bis große Effektstärken). Bemerkenswert: Die stärksten Effekte zeigten sich bei kürzeren Verläufen — unter zwölf Sitzungen. Kunsttherapie wirkt also nicht trotz, sondern gerade als überschaubare Kurzzeitbegleitung.
Dieser Befund deckt sich mit meiner Erfahrung: Erfahrungsgemäß bringen sieben bis zehn Sitzungen die stimmige Auflösung des Themas weshalb Patienten kommen. Auch systematische Übersichtsarbeiten zur anthroposophischen Kunsttherapie bei Angststörungen kommen zu ermutigenden Ergebnissen (Abbing et al. 2018). Kunsttherapie ersetzt dabei keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung — sie ist ein eigenständiger, gut untersuchter Weg, der sich mit anderen Behandlungen verbinden lässt.
Belastendes integrieren, ohne ständig darüber reden zu müssen
Ich helfe Ihnen, Gefühle und ihren Ursprung zu ergründen, ohne sie in Worte fassen zu müssen. Für viele Menschen ist dies eine Erleichterung. Bildgebende Studien fanden, dass bei belastenden Erinnerungen das Sprachzentrum im Gehirn messbar herunterreguliert wird — für das Schlimmste fehlen buchstäblich die Worte (Rauch, van der Kolk et al. 1996).
Der kreative Prozess gibt dem Erlebten Form und Abstand, sodass es verhandelbar wird — auch dort, wo Sprache endet. So kann auch die Erinnerung verarbeitet werden, die sich sonst in Träumen Zugang zum Bewusstsein sucht.
Für die Wirksamkeit bei belastenden Erfahrungen gibt es Evidenz: Eine systematische Übersichtsarbeit und eine aktuelle Meta-Analyse zeigen Rückgänge von Traumasymptomen unter Kunsttherapie (Schouten et al. 2015; Maddox et al. 2024). Die Klienten bestimmen dabei Tempo und Tiefe, besonders in der anthroposophischen prozessorientierten Kunsttherapie, die ich anbiete — nichts muss erzählt werden, was nicht erzählt werden will. Diese Arbeit eignet sich vorzüglich als traumatherapeutische Arbeit in Kombination mit körper und atem-basierten Methoden, ersetzt aber keine ärztliche Behandlung.
Wasser&Steine, Öl auf Leinwand, Eva Makkos, 2007
Was in Ihnen wach wird: Ressourcen und Kraftquellen
Durch Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse, kreative Interaktionen und die Auseinandersetzung mit den Materialien werden erlebte Störungsmuster und versteckte Kraftquellen bewusst — authentische biografische, emotionale und mentale Ressourcen wie Mut, Tatkraft, Gelassenheit, Flexibilität, Flow, Vertrauen und Neugier.
Diese Ressourcen bleiben nicht im Atelier: Was Sie im Gestalten an sich entdecken — dass Sie durchhalten, spielen, wählen und wandeln können —, steht Ihnen auch im Alltag zur Verfügung. Kunsttherapie legt nicht nur frei, was belastet, sondern vor allem, was trägt.
Was ist prozessorientierte Kunsttherapie?
Prozessorientiert heißt: Im Mittelpunkt steht nicht das fertige Werk, sondern der Weg dorthin — was sich beim Gestalten zeigt, bewegt und wandelt. Sie arbeiten mit Papier, Farben oder Collage; ich begleite den Prozess wertfrei, ohne zu deuten oder zu bewerten. So wird das Bild zu einem Dritten zwischen uns, an dem sich Inneres gefahrlos betrachten lässt.
Anders als in rein sprachlichen Verfahren müssen Sie nicht erst die richtigen Worte finden. Das Material nimmt auf, was noch keine Sprache hat: eine Farbe, eine Linie, eine Form. Im gemeinsamen Betrachten entsteht Abstand — und aus Abstand werden neue Perspektiven, die sich direkt auf dem Papier erproben lassen, bevor Sie sie im Leben wagen.
Der kreative Prozess hilft, innere Konflikte zu verstehen und zu verarbeiten und Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Bilder werden wertfrei betrachtet, und es können neue Perspektiven entwickelt und erprobt werden. Der künstlerische Prozess ist ein Weg zum Selbstausdruck auf geduldigem Papier oder anderen Materialien — ein Proberaum für neue Handlungsmöglichkeiten und selbstverantwortliche, bewusste Lebensgestaltung.
Schwerpunkte
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Einzeltherapie
klassische Diagnosen der Psychosomatik wie ADHS, Angst und Panikattacken, Depression, Erschöpfung, Burnout, Krisen, PTSD, Trauma, Schizophrenie, Trauer & Verlust behandle ich in Freiburg Vauban und online.
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Gruppentherapie /Nachsorge online
nach ca. 10 Einzelsitzungen biete ich Gruppentreffen an, damit auch im Alltag ein Getragensein durch mich und die Gruppe spürbar ist und Therapieerfolge langfristig integriert werden.
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psychosomatische Atemtherapie
transformiere Angst, Erschöpfung, Krisen Trauma und Trauer in Verbundenheit, tiefe Entspannung, neuen Enthusiasmus und Lebensqualität. Ich unterstütze Dich auch online über zoom
Für wen ist Kunsttherapie geeignet?
Ich arbeite mit Jugendlichen und Erwachsenen jeden Hintergrunds — bei Ängsten und Panikattacken, Depression, Erschöpfung und Burnout, Krisen, Trauma und PTBS, ADHS sowie Trauer und Verlust.
Wir sind ein gutes Team, wenn Sie motiviert und offen für neue Erfahrungen sind und bereit, Einsichten im Alltag umzusetzen.
Manche Anliegen behandle ich mit ärztlicher Verordnung und ggf. in Abstimmung mit Ihren Behandlern — so etwa bei ausgeprägten psychiatrischen Diagnosen. Bei akuten Krisen gehört die Behandlung zuerst in ärztliche Hände; wo meine Arbeit ihre Grenzen hat, lesen Sie transparent im therapeutischen Rahmen.
verborgenen Schätze entdecken
© Eva Makkos, 2025
Geht Kunsttherapie auch online?
Ja. In der Online-Kunsttherapie gestalten Sie mit Ihren eigenen Materialien in der vertrauten Umgebung Ihres Zuhauses, begleitet in Echtzeit über Video; die Bilder betrachten wir gemeinsam über die Kamera. Vorkenntnisse im Malen sind nicht nötig — ein kamerafähiges Gerät genügt. Viele Menschen öffnen sich im eigenen Raum sogar leichter.
Wie Online-Sitzungen ablaufen, welche Materialien Sie brauchen und was sie kosten, lesen Sie ausführlich auf der Seite → Kunsttherapie online.
Ablauf, Dauer und Honorar in Freiburg und online
Wir beginnen mit einem kostenlosen 20 min Erstgespräch. Eine Sitzung dauert 60 oder 90 Minuten — in Freiburg 129 €/60 Min bzw. 165 €/90 Min (inkl. Materialien), online 109 €/60 Min bzw. 145 €/90 Min. Erstanamnese ½ des Stundensatzes. Erfahrungsgemäß sind sieben bis zehn Sitzungen ein sehr guter Rahmen. Manche gesetzlichen Kassen erstatten Kunsttherapie mit ärztlicher Verordnung anteilig; soziales Honorar nach Absprache
Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, worum es geht und ob wir zueinander passen — unverbindlich und in Ihrem Tempo. Was Sie mitbringen: unempfindliche Kleidung und Offenheit; alles Weitere ist da. Ob eine anteilige Kassenerstattung für Sie infrage kommt und welche Unterlagen Sie brauchen, klären wir dabei ebenfalls
FAQ
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Durch Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesse, kreative und künstlerische Interaktionen, Auseinandersetzung mit Eigenschaften und Wirkungen von Gestaltungsmaterialien wird die Bewusstwerdung von erlebten Störungsmustern und versteckten Kraftquellen ermöglicht. Dies sind authentische biographische, emotionale und mentale Ressourcen, wie Humor, Hinwendungsfähigkeit Kreativität, Einfühlungsvermögen, Mut, Tatkraft, Willensstärke, Gelassenheit, Demut, Vertrauen, Neugier usw.
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Jede Therapie ist vertraulich. Der sichere, vertrauliche Raum wird gehalten, egal ob in Person oder über zoom.
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Am besten ist es, unempfindliche Kleidung zu tragen, die eventuell Farbspuren abbekommen kann.
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10 Sitzungen sind erfahrungsmäßig ein guter Schnitt, um in einem kreativen Prozess solche Fortschritte zu machen, dass ein Thema als abgeschlossen mit einem stimmigen Ergebnis eingestuft wird.
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Manche Krankenkassen übernehmen Kunsttherapie, anthroposophische Maltherapie mit Verordnung vom Arzt.